Weniger, aber besser: Der stille Wandel beim Weingenuss
Warum der weltweite Trend zu „weniger, aber besser" trinken für Vinum Conventus keine Überraschung ist, sondern eine Bestätigung unserer Grundwerte seit der Gründung 2023.
Wer in den letzten Jahren aufmerksam durch Fachhandel und Gastronomie gegangen ist, hat es vielleicht selbst bemerkt: Es wird nicht mehr wie früher kistenweise der immer gleiche Wein gekauft – sondern seltener, gezielter, dafür bewusster. Was zunächst wie eine Randnotiz klingt, ist tatsächlich einer der prägendsten Umbrüche der Weinwelt gerade jetzt: Eine neue Generation von Weintrinkerinnen und Weintrinkern kauft weniger Flaschen, gibt pro Flasche aber mehr aus.
Woher der Wandel kommt
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Gesamtabsatz von Wein ist rückläufig, besonders im günstigen Einstiegssegment unter zehn bis zwölf Euro, während höherpreisige, hochwertige Weine sich vergleichsweise robust halten. Gleichzeitig wächst das Interesse an alkoholfreien Alternativen, und ein zunehmend „sober-curious" genanntes Lebensgefühl prägt vor allem jüngere Konsumentinnen und Konsumenten – nicht aus Verzicht, sondern aus bewusster Entscheidung.
Dahinter steckt ein Wertewandel: Statt fünf Flaschen eines austauschbaren Supermarktweins wird lieber eine einzelne, gut gemachte Flasche mit Geschichte gekauft – um damit ein Erlebnis zu teilen, nicht nur ein Getränk zu konsumieren. Wer heute Wein kauft, will zunehmend wissen, wer ihn gemacht hat, wie er angebaut wurde und welchen ökologischen Fußabdruck er hinterlässt. Wein wird so weniger zum Alltagsprodukt und mehr zum bewussten, gemeinsamen Moment.
Was das für uns bedeutet
Für uns als Vinum Conventus klingt das erstaunlich vertraut. „Genuss mit Maß – Qualität vor Quantität" gehört seit unserer Gründung 2023 zu unseren Grundwerten, lange bevor er zu einem vielzitierten Branchentrend wurde. Wir haben uns nie daran gemessen, wie viele Flaschen an einem Abend geöffnet werden, sondern daran, wie viel wir über die eine Flasche gelernt haben, die gerade im Glas ist.
Auch unsere Neugier – das Interesse an unbekannten Rebsorten, Regionen und Winzerinnen und Winzern – trifft sich mit dieser Entwicklung. Was junge Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber heute suchen, nämlich Herkunft, Geschichte und Authentizität statt bloßer Markenware, war für uns nie ein Trend, sondern schlicht der Grund, warum wir uns überhaupt regelmäßig treffen.
Ein Umbruch, der uns eher bestätigt als überrascht
Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum uns dieser Wandel wenig beunruhigt, obwohl er der Branche insgesamt zu schaffen macht: Wir haben nie auf Menge gesetzt. Eine Weinkultur, die auf Ehrlichkeit, Qualität und Gemeinschaft statt auf Konsum um des Konsums willen baut, hat wenig zu verlieren, wenn die Welt insgesamt genau dahin aufbricht. Im Gegenteil – wenn eine neue Generation von Weintrinkerinnen und Weintrinkern nach genau dem sucht, was uns seit unserer Gründung ausmacht, dann wird aus einem Marktrend vielleicht die beste Einladung, die wir uns wünschen können: an unserem Tisch mitzureden.
Quellen: